Legendärer Allradler

Vor 10 Jahren: Ende Ge-Landy

Nach 2.016.933 Exemplaren endete am 29. Januar 2016 die Produktion des Ur-Land-Rover, der seit 1948 in Solihull vom Band gelaufen war. Angefangen hatte der urwüchsige, vom Jeep inspirierte Brite mit 80 Zoll (2,03 Meter) Radstand, der 1954 auf 86 (2,18 m) und zwei Jahre später auf 88 Zoll (2,24 m) anwuchs. Der seit 1955 erhältliche, größere Station Wagon kam zunächst auf die 107 Zoll (2,72 m) des im Jahr zuvor eingeführten Pick-up-Modells, 1956 dann auf 109 Zoll (2,77 m). Zum Vierzylinder-Benziner gab es ab 1957 auch einen Diesel. Die Radstände blieben der facegelifteten Serien II (ab 1958) und IIA (ab 1961) erhalten. Der Station Wagon konnte ab 1967 mit einem Sechszylinder geordert werden, ab 1969 bekam der Landy sukzessive außenliegende Scheinwerfer.

Die am neuen Grill erkennbare Serie III (ab 1971) behielt die Achsabstände von 88 und 109 Zoll bei, wobei es den Station Wagon seit 1979 auch mit dem 3,5-Liter-V8 des Range Rover gab. Mitte der 1980er Jahre erfolgte die Umbenennung in 90 (mit eigentlich 93 Zoll Radstand) und 110, eine 127-Zoll-Variante (3,23 m) kam hinzu, und Schraubenfedern lösten die bisherige Blattfederung ab. Seit 1990 Defender genannt, hieß die längste Version jetzt 130. Im Laufe der Jahre hatte sich das Land-Rover-Programm um zahlreiche Varianten erweitert, ausländische Werke kreierten eigene Versionen.

Vor zehn Jahren war Schluss, ein komplett neuer Defender erschien erst 2020. Die Urmodelle leben aber nach Aufarbeitung durch Land Rover Classic weiter, und der Ineos Grenadier tritt seit einigen Jahren gestalterisch in die Fußstapfen des unverwüstlichen Engländers – jetzt aber aus Frankreich.