Nachruf

Quattro-Initiator Walter Treser ist tot

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Ohne ihn wäre es wohl nie zum legendären Namen quattro gekommen: Walter Treser war bei Audi seit 1977 Projektleiter für den permanenten Allradantrieb in der Serienfertigung. 1981 verantwortete der in Bad König im Odenwald geborene Ingenieur das erste große Motorsport-Programm der Marke in der Rallye-WM. Treser lockte Rallye-Profi Hannu Mikkola zu Audi, der 1983 der erste Weltmeister der Marke wurde.

Und auch mit der Verpflichtung von Michèle Mouton gelang ihm ein Coup: Die Französin war die erste und einzige Frau, die Gesamtsiege in der Rallye-Weltmeisterschaft gefeiert hat und 1982 Vize-Weltmeisterin wurde. Nach seiner Audi-Zeit begann Treser unter eigenem Namen Zubehör, schließlich auch Autos – auf Basis von VW/Audi-Technik zu bauen. Das erste Modell war ein Audi quattro mit versenkbarem Hardtop, auf der IAA 1987 wurde dann der Sportwagen Treser TR1 präsentiert, für den sogar eine eigene Rennserie geplant war. Nach nur 25 gebauten Autos scheiterte das Projekt, das Unternehmen ging in die Insolvenz.

Ab 1991 war Treser Sportchef bei Opel, etablierte dort den Allrad-Calibra in der DTM. 1996 wurde er Direktor der Opel-Vorausentwicklung, wo er bis zu seinem Ruhestand 2003 blieb. Am 13. November ist der Allrad-Pionier im Alter von 81 Jahren gestorben.

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