Nachruf: Ed Iskenderian verstorben
- 07. Mai 2026
- m.mink@vfmz.de
In AMERICAN CLASSICS 6/2024 feierten wir noch groß seinen 103. Geburtstag sowie sein beispielloses Lebenswerk, nun ist der Großmeister der scharfen Nockenwelle im biblischen Alter von 104 Jahren in Los Angeles verstorben. Edward Iskenderian war der letzte lebende Ur-Hot-Rodder. Bereits vor dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg 1941 gab Isky mit seinem heißgemachten Ford Model T auf dem Muroc Dry Lake Gas. Nach Kriegsende 1945 eröffnete Ed in Culver City/Kalifornien seinen Speedshop und wurde durch seine scharfen Nockenwellen landesweit bekannt. Von da an war Isky ein gewichtiger Teil der US-Automobilgeschichte. Isky Racing Cams inserierte bereits 1948 in der zweiten Ausgabe des Hot Rod Magazines, ab den Fünfzigern trat die Firma als Sponsor von Big Daddy Don Garlits in Erscheinung. 1963 gründete Iskenderian unter anderem zusammen mit Vic Edelbrock junior, Dean Moon (siehe AMERICAN CLASSICS 6/2025) oder Phil Weiand junior die Specialty Equipment Market Association. Heute ist die SEMA die wichtigste Tuningmesse der Welt. Noch mit 104 war Isky in den Geschäftsbetrieb involviert, berechnete bis zum Schluss mit Zettel und Stift scharfe Nockenwellen. Am 4. Februar 2026 hat die US-Car-Szene einen ihrer Größten verloren.
