Der Bertone Runabout kommt tatsächlich auf den Markt
25. Februar 2026
Red. OLDTIMER MARKT
Hier wurden mehr Autos zu Schrott gefahren, als in allen Jean-Paul-Belmondo-Filmen zusammen: Am 4. Februar 1966 läuft im TV die erste Folge des Verkehrsratgebers „Der 7. Sinn“. Mitte der sechziger Jahre stirbt im Schnitt alle 30 Minuten ein Mensch in Deutschland bei einem Verkehrsunfall, pro Jahr sind zwischen 16.000 und 17.000 Opfer zu beklagen. Die Deutsche Verkehrswacht wendete sich daher an den Westdeutschen Rundfunk (WDR) mit der Idee, die Bürger mit Aufklärungsfilmen zu einem besseren Verkehrsverhalten zu erziehen. Zunächst mit gezeichneten Bildern gestartet, kommen die Fünf-Minuten-Beiträge unter der Regie von Alfred Noell (1933-2023) bald als Realfilm – gerne mit spektakulären Crashs, in denen unzählige Käfer, Kadetten oder Kapitäne ihr Leben lassen. Das Ganze wurde stets begleitet durch die einprägsame Stimme von Egon Hoegen (1928-2018), der auch Weisheiten wie „Frauen fahren oft vorsichtiger als Männer, weil ihnen die Übung fehlt“ vom Stapel lassen musste. 2005 wird „Der 7. Sinn“ eingestellt. Die Zahl der Verkehrstoten war auf 3500 jährlich gesunken.