Hockenheimring-Jubiläum

60 Jahre Motodrom

Vor 60 Jahren bekam der Hockenheimring seine für Jahrzehnte prägende Form mit Motodrom und Waldgeraden. 1932 als Dreieckskurs für Motorräder in einem Waldstück nahe Hockenheim eröffnet, hatte die Rennstrecke bereits 1938 die Verkürzung zum „Kurpfalzring“ samt Ostkurve erfahren. 1964 begann, bedingt auch durch den Bau der A 6, der Umbau mit modernem Start- und Zielbereich sowie großzügiger Boxen- und Tribünenanlage. Nach der Eröffnung am 22. Mai 1966 waren dann Namen wie Sachs- und Opelkurve in aller Munde. 1970 gab es in Hockenheim den ersten Formel-1-Grand-Prix, weil der Nürburgring den Fahrern zu unsicher erschien. Bittere Ironie dabei war, dass zwei Jahre zuvor Meisterfahrer Jim Clark bei einem Formel-2-Rennen im Hockenheimer Wald den Tod gefunden hatte. Schikanen bremsten den Kurs ein, ab 1977 gastierte die Königsklasse regelmäßig im Badischen. Unvergessen bleibt vom denkwürdigen Rennwochenende 1982 etwa die Faustschläge und Fußtritte Nelson Piquets nach der Kollision des Brasilianers mit Eliseo Salazar in der Ostkurven-Schikane. 2002 erfolgte durch den Bau der Parabolika eine erneute Kürzung des Rings, die Abschnitte im Wald wurden teils wieder aufgeforstet. Die Formel 1 gastierte 2019 letztmalig in Hockenheim, für ein volles Haus sorgen aber Veranstaltungen wie Rockkonzerte, NitrOlympX oder die Frühjahrs-Veterama.