TV für mehr Verkehrssicherheit

60 Jahre „Der 7. Sinn“

Einbahnstraßen werden gegen die Fahrtrichtung befahren, Blinker nicht gesetzt, Fernlicht und Nebellampen blenden den Verkehr, Schlafmützen schleichen auf der mittleren Spur, Kurierfahrer parken Einfahrten zu – nicht wenige Zeitgenossen wünschen sich angesichts der zunehmenden Idiotie auf unseren Straßen die Rückkehr von „Der 7. Sinn“. Die Verkehrserziehungsssendung mit der markanten Titelmelodie und der mahnenden Stimme von Egon Hoegen flimmerte von 1966 bis 2005 über die Bildschirme. Am 4. Februar vor 60 Jahren lief in der ARD der erste der wöchentlichen Fünfminüter, die anfangs noch mit Trickfilmen, bald aber schon anhand spektakulärer Unfallszenen den bundesdeutschen Autofahrern das richtige Verhalten im Straßenverkehr nahebringen sollten. Und natürlich auch den Frauen am Steuer – die für sie produzierten Folgen, die hochhackige Schuhe, Schminkgewohnheiten und Einparkschwächen thematisierten, sind Paradebeispiele des Mansplainings. Im Dezember 2005 ging „Der 7. Sinn“ letztmalig auf Sendung.